Wenn die Bretagne Land und Meer verheiratet
Das ist keine gewöhnliche Sardinendose, das ist ein kleines bretonisches Menü: zarte, grätenfreie Sardinenfilets, dazu feine gelbe und orange Karotten, ein Hauch Honig, Schalotten, Petersilie – und dann der Auftritt des Lambig, der allem eine warme, fruchtig-holzige Tiefe gibt. Mariage terre et mer nennen die Bretonen diese Verbindung von Land und Meer, und selten schmeckt man sie so elegant wie hier.
Die Manufaktur Pointe de Penmarc'h legt die Filets von Hand in die Dose – emboîtés à la main, wie es stolz auf dem Deckel steht – in Douarnenez, wo seit 1920 Sardinen verarbeitet werden. Die Sardinen stammen aus dem Nordost-Atlantik.
Was ist eigentlich Lambig?
Lambig ist der Calvados der Bretagne: ein Branntwein, der aus bretonischem Cidre destilliert wird – hier handwerklich hergestellt von der renommierten Distillerie des Menhirs. Er bringt Apfelfrucht, Fassholz und eine feine Wärme mit, und genau diese Aromen legt er über die Sardinenfilets.
Wie sie am besten schmecken
Ganz bretonisch: kalt direkt aus der Dose, mit frischem Baguette oder lauwarmen Dampfkartoffeln. Auch wunderbar zu Pasta, im Salat oder grob zerdrückt als Aufstrich. Und ins Glas gehört hier ausnahmsweise kein Wein, sondern ein gut gekühlter bretonischer Cidre brut – der schließt den Kreis zum Lambig.
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